Französisch Polynesien

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Die Unterbringung auf den Gesellschaftsinseln in der Südsee

 

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Unterbringung

Die Gesellschaftsinseln sind touristisch sehr gut erschlossen und somit gibt es viele Möglichkeiten der Unterbringung. Grundsätzlich gibt es zwei Klassen der Unterbringung: Hotels und Pensionen, die wiederum unterklassifiziert sind. Die Hotels gehören oft zu internationalen Ketten und nicht wenige gehören dem Luxussegment mit fünf und mehr Sternen an. Dabei muss man nicht an große Prachtbauten denken, denn dafür fehlt meist schlicht der Platz, sondern typischerweise an Überwasserbungalows, die auf Pfählen in der Lagune stehen. Oft befinden sich die Luxushotels auf den Motus. Dies sind die kleinen Inselchen, die die Lagune vom Meer trennen. Traumhaft und wie aus dem Bilderbuch. Für den Normaltouristen sind diese Unterkünfte jedoch unbezahlbar.

Zum Glück gibt es aber genügend Alternativen in Form von Pensionen. Diese werden häufig von Familien betrieben, haben einen niedrigeren Standard und sind oft für unter hundert Euro pro Nacht zu haben. Ein solcher Preis ist für einen Normaltouristen vertretbar, dennoch ist das Preis-/Leistungsverhältnis auf den Gesellschaftsinseln deutlich schlechter als in anderen Urlaubsregionen. Man beachte, dass in der gesamten Südsee Französisch Polynesien mit am teuersten ist. Die Pensionen befinden sich fast immer auf der jeweiligen Hauptinsel. Nachdem ich nicht für die Flitterwochen angereist war, sondern hauptsächlich zum Wandern, konnte ich mich mit den einfacheren Pensionen gut arrangieren.

Zusätzlich zum Preis der Unterkunft kommen noch der Transfer vom und zum Flughafen und eine Touristensteuer. Der Transfer ist gut geregelt und erfolgt entweder mit dem Kleinbus über Land oder mit dem Wassertaxi durch die Lagune. Die Touristensteuer variiert von 50 bis 200 XPF (etwa 0,45 bis 1,70 EUR) pro Tag und pro Person, abhängig von der Insel und der Unterkunftsklasse. Die Touristensteuer wird vor Ort in der Unterkunft bezahlt.

Nachfolgend habe ich je Insel die Unterkunft beschrieben, in der ich mich einquartiert hatte. Es ist eine Beschreibung basierend auf persönliche Erfahrungen, die ich dort gemacht habe. Ich möchte damit nicht die jeweilige Unterkunft empfehlen oder von ihr abraten.


Tahiti

Das Hotel »Sarah Nui« liegt am Rande eines hässlichen Gewerbegebietes im Norden von Tahitis Hauptstadt Papeete. Auch äußerlich kann man dem Hotel keinen Charme abgewinnen. Allerdings spielen diese Aspekte in der Praxis keine große Rolle, denn ich empfand das Zimmer selbst als sehr gut und bequem. Außerdem ist man zu Fuß schnell im Zentrum und am Hafen. Das Zimmer ist modern und geräumig und hat ein gutes Bett. Auch das Badezimmer ist schön und komfortabel. Das kostenlose WLAN ist im Zimmer sehr gut. Neben dem französischen Frühstück wird auch das reichhaltigere kontinentale Frühstück angeboten. Aber da das Zimmer über einen großen Kühlschrank verfügt, habe ich aus Kostengründen mein Frühstück selber gemacht. Einen richtigen Supermarkt gibt es in der Nähe zwar nicht, aber unweit des Hotels gibt es eine Shell-Tankstelle, deren »Maxi Boutique« mit (frischen) Lebensmitteln sehr gut sortiert ist. Wie ich bereits erwähnte, ist der Hafen sehr nah. In weniger als zehn Minuten Fußweg erreicht man die Boote, die zur Nachbarinsel Moorea ablegen. Auch die Altstadt mit vielen Restaurants erreicht man innerhalb einer Viertelstunde zu Fuß. Populär in Papeete sind auch die »Roulottes«, auf Neudeutsch »Foodtrucks«, die sich abends an bestimmten Orten aufstellen. Wegen der meist nächtlichen Abflüge in Richtung Amerika, bietet das Hotel einen nicht ganz billigen Checkout bis Mitternacht an. Das Hotel regelt auch kostenpflichtig den Transfer zum Flughafen, während der Transfer vom Flughafen kostenlos ist.

Moorea

Die »Village Temanoha« ist eine Pension, die im Herzen der Insel Moorea im Tal von Paopao liegt. Durch die zentrale Lage inmitten des Kraters erfolgt die Zufahrt über eine Nebenstraße, die von der Ringstraße abzweigt. Und diese Straße hat es in sich: Eine anderthalb Kilometer lange nicht asphaltierte Piste mit vielen Schlaglöchern. Aber diese Zufahrt ist auch das einzig Negative dieser Pension. Sie verfügt über sechs großzügig eingeteilte Bungalows mit jeweils separatem Schlafzimmer und überdachter Veranda. Auch die Küchenzeile ist nicht zu eng bemessen und hat einen Kühlschrank, zwei Kochplatten und eine Spüle. Die notwendige Selbstverpflegung ist in dieser Pension also kein Problem. Französisches Frühstück wird optional angeboten, aber die Kosten dafür habe ich mir erspart. Denn das konnte ich mir selbst reichhaltiger und billiger machen. Durch die etwas isolierte Lage braucht man unbedingt ein Auto, aber trotz des desolaten Zustandes der Zufahrt ist ein Geländewagen nicht erforderlich. Diese Lage sorgt auch für angenehme Ruhe, denn es sind nur Hühner und Vögel, die von sich hören lassen. Mücken gibt es zwar auch, aber nicht viele und das Bett hat ein Moskitonetz. Die Bungalows selbst sind in einer schönen Gartenanlage mit Palmen, Sträuchern und kleinem Pool eingebettet und wunderbar von grünen Bergen umringt. Das WLAN ist kostenlos und funktioniert gut im Bungalow oder auf der Veranda. Ein großer Supermarkt mit allem für den täglichen Bedarf befindet sich in Paopao an der Ringstraße.

Huahine

Die Pension »Meherio« befindet sich in Huahines Hauptort Fare im Nordwesten der Insel. Sieben kleine, aber zweckmäßige Bungalows umringen einen Zentralbereich mit Rezeption, Küche und Leseraum mit polynesischen Büchern. In diesem zentralen Bereich befinden sich auch Tische und Bänke an denen gegessen wird. Dieser Bereich ist wie eine heilige Halle, die auf Bitte von Gastgeberin Chantal traditionell nur ohne Schuhe zu betreten ist. Bei Ankunft erklärt hier Teps, der freundliche, gehbehinderte Sohn von Chantal anhand einer Karte und Fotos die möglichen Aktivitäten auf Huahine. Das französische Frühstück ist in dieser Pension inklusive und dementsprechend sehr einfach. Das heißt, Baguette, Butter, Marmelade, eine Frucht und Kaffee oder Tee. Das war's. Um das Frühstück mit beispielsweise Joghurt zu ergänzen, durfte ich den gemeinsamen Kühlschrank mitbenutzen. Auch andere frische Sachen konnte ich hier aufbewahren. Morgens wird bekannt gegeben, was abends als warme Mahlzeit serviert wird. Das kann man dann optional für denselben Abend bestellen. Als Alternative gibt es ein paar Restaurants in Fare, dessen Zentrum in etwa zehn Gehminuten zu erreichen ist. Oder man nimmt eins der Fahrräder, die kostenlos in der Pension zur Verfügung stehen. Ein Vermieter von Autos, Quads und Rollern befindet sich in unmittelbarer Nähe der Pension. In Fare gibt es auch einen großen Supermarkt für den täglichen Bedarf. WLAN kann in dieser Pension kostenlos genutzt werden, am besten im Zentralbereich oder eventuell auf den kleinen Terrassen der Bungalows. Leider gibt es in dieser Pension und auch im Zimmer viele Mücken. Aber zum Glück hängt über dem Bett ein Moskitonetz.

Pension Meherio auf Huahine

Pension auf Huahine

Pension »Meherio« in Fare

Raiatea und Tahaa

Die Pension »Manava« liegt auf der Ostseite von Raiatea, südlich vom Hauptort Uturoa in der Ortschaft Avera bei genau PK6. Mehrere Bungalows unterschiedlicher Größe und Ausstattung liegen willkürlich verteilt in einem schönen großen Garten mit vielen Palmen, Sträuchern und Pflanzen. Neben der Rezeption befindet sich auch ein kleiner Pool. Die Bungalows haben eine kleine Küchenzeile mit Kochplatte, Spüle und Kühlschrank. Man kann sich hier also gut selbst verpflegen. Dies ist auch nötig, da es keine Restaurants in der Nähe gibt. Aber die Pension arbeitet mit einem Lieferservice zusammen, weswegen man an der Rezeption einfache Gerichte oder Pizza bestellen kann. Für den täglichen Bedarf existiert anderthalb Kilometer in Richtung Uturoa das von einem Asiaten betriebenen und gut sortierte Magasin »Yee Foo«. Die Bungalows haben eine überdachte Veranda mit Tisch und Bank. Hier ist auch das kostenlose WLAN trotz der Entfernung zur Rezeption noch gut empfangbar. Durch die Distanz von sechs Kilometern zum Hauptort ist man hier ohne Auto eher aufgeschmissen, aber die resolute Gastgeberin Roselyne, die gerne ausschließlich Französisch spricht, unterstützt bei der Vermittlung eines Leihwagens. Wie bei allen anderen übers Reisebüro gebuchten Unterkünften auch, verlief bei dieser Pension der Transfer vom und zum Flughafen perfekt und reibungslos.

Pension Manava auf Raiatea

Pension auf Raiatea

Pension »Manava« in Avera

Bora Bora

Das Hotel »Matira« liegt auf dem südlichen Zipfel von Bora Boras Hauptinsel in der gleichnamigen Ortschaft. Das Hotel besitzt vierzehn Bungalows in einer parkähnlichen Anlage, die direkt an dem einzigen öffentlichen Strand von Bora Bora grenzt. Schöne Sonnenuntergänge kann man von hier genießen. Es gibt unabhängig von der Größe und Ausstattung der Bungalows vier Preisklassen, die sich lediglich in der Entfernung vom Strand und der Lagune unterscheiden: Null, zehn, zwanzig oder dreißig Meter. Die Bungalows sind geräumig, sauber und haben einen praktischen Kühlschrank. WLAN ist verfügbar, aber kostenpflichtig, was aus meiner Sicht nicht zeitgemäß ist. Ich behalf mich hier mit Datenroaming übers Funknetz, was für den täglichen Abruf der Wettervorhersagen ausreichend war. Das Hotel besitzt kein Restaurant, kooperiert aber beim Mittag- und Abendessen mit einem benachbarten Restaurant. Das Frühstück kann auf Wunsch im Bungalow serviert werden. Ich hatte keine Mahlzeiten mitgebucht. Frühstück machte ich mir selber und fürs Abendessen gibt es in unmittelbarer Nachbarschaft genügend Restaurants, die gegebenenfalls zu anderen Hotels gehören. In einer Gehminute gibt es einen kleinen Supermarkt für den täglichen Bedarf (Magasin Matira) und wenig weiter einen zweiten (Tiare Market). Des weiteren befinden sich in unmittelbarer Umgebung ein Fahrradverleih (Totara Loca im »Le Maitai«), ein Verleih von quadähnlichen Kleinmobilen (Avis in der Außenstelle Matira) und ein Verleih von motorisierten Booten (La Plage im »Sofitel«).

Hotel Matira auf Bora Bora

Hotel auf Bora Bora

Hotel »Matira« in Matira

Maupiti

Die Pension »Tautiare Village« befindet sich auf der Westseite der Hauptinsel Maupiti unweit des schönen Tereia Strandes. Es ist ein kleiner Familienbetrieb mit vier Gästezimmern. Ich empfehle bei dieser Pension Frühstück und Abendessen mitzubuchen, da es weder einen Lebensmittelladen noch ein Restaurant in direkter Umgebung gibt. Und die wenigen Geschäfte die es überhaupt auf dieser Miniaturinsel gibt, haben wenig anzubieten, insbesonders wenig frische Sachen. So wurde es mit meinem selbstgemachten Frühstück aus Müsli und Joghurt also nichts. Außerdem gibt es im Zimmer keinen Kühlschrank. Obwohl das französische Frühstück aus Baguette, Marmelade und Saft wie üblich sehr bescheiden ist, war das Abendessen sehr gut. Nur für mich hat man sogar Sachen ohne Fisch zubereitet. Funktionierendes WLAN gibt es in dieser Pension gratis, aber nur im Gemeinschaftsraum, wo auch die Mahlzeiten mit den anderen Gästen genommen werden. Datenroaming über das Funknetz im Gästezimmer funktioniert auch. Die Gastgeber sind sehr nett und hilfsbereit. Trotz ihrer mangelnden Englischkenntnisse und meiner Französischkenntnisse konnten wir uns ausreichend verständigen. Der Tagesausflug mit dem Boot durch die Lagune samt Picknick auf dem eigenen Motuabschnitt wird von der Pension selbst organisiert und durchgeführt. Und für die obligatorische Inselrundfahrt mit dem Rad stehen in der Pension kostenpflichtig Fahrräder zur Verfügung.