Französisch Polynesien

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Ausflug auf der Insel Bora Bora in der Südsee

 

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Inselrundfahrt

Es gibt böse Zungen, die behaupten, Bora Bora sei zwar die schönste Insel der Welt, aber nur von oben aus der Luft gesehen. Nun, ich habe mir selbst mittels einer Inselrundfahrt per Fahrrad ein Bild gemacht. Bora Boras Hauptinsel hat eine 32 kilometerlange Ringstraße, auf der man wunderbar die Insel mit dem Fahrrad umrunden kann. Die Straße ist flach und es gibt so gut wie kein Gefälle. Somit ist die Umrundung eine angenehme tagesfüllende Aktivität, die auch noch ein paar Abstecher erlaubt. In der Tat ist es nicht alles Gold was glänzt am Straßenrand. Denn es gibt durchaus verwahrloste Häuser, Autowracks, hässliche Buchten oder Palmenreste, die neben der Straße verrotten. Aber genauso gibt es immer wieder schöne Ensembles aus Palmen, Berg, Strand und Lagune.

Ich empfehle Bora Bora linksrum abzufahren. Denn so fährt man meist direkt am Wasser, ohne dass die Straße dazwischen liegt. Außerdem hat man so, beim Start im Süden in Matira, vormittags den richtigen Sonnenstand auf der Ostseite der Insel und nachmittags auf der Westseite. Die einzige kleine Steigung gipfelt an der Landzunge der Pointe Fitiiu auf der Ostseite von Bora Bora. Hier gibt es einen schönen Blick zurück auf den Mont Otemanu. Ein kleiner Spaziergang führt über den Kamm der Landzunge zu zwei amerikanischen Kanonen aus dem zweiten Weltkrieg. Einen schönen Ausblick über die Lagune gibt es obendrauf. Auf dem Weg dorthin passierte ich eine markante Felsformation. Da der Zugang des Pfades auf Privatgelände liegt, muss man dem dortigen Barbesitzer 500 Franken bezahlen.

Am nördlichen Ende der Faanui-Bucht gibt es eine weitere Kanone. Dank der OSM-Karte auf meinem GPS-Gerät fand ich den Einstieg in den kurzen Pfad, den ich ansonsten leicht übersehen, oder schlicht nicht gefunden hätte. Die Ringstraße verläuft nun auf der Westseite von Bora Bora. Der dritte und letzte Abstecher führte ebenfalls zu einem historischen Relikt. Am südlichen Ende der Faanui-Bucht, kurz vor der Kehre, führt ein breiter Pfad hinauf. In etwa fünfzehn Gehminuten lief ich zu zwei weiteren Kanonen und ich wurde mit schönen Panoramen belohnt.

Der weitere Weg über die Ringstraße führt am Kai von Farepiti entlang. An diesem wahrscheinlich hässlichsten Ort von Bora Bora legen die Frachtschiffe an. Dann fuhr ich durch Vaitape, den belanglosen Hauptort von Bora Bora. Am südlichen Ende der Povai-Bucht gibt es wieder einen schönen Blick zurück auf den Mont Otemanu, diesmal südlicherseits. Und zum Schluss meiner Radtour besuchte ich noch den langen, weißen Sandstrand von Matira. Er ist der einzig öffentliche Strand von Bora Bora und braucht sich seiner Schönheit wegen, nicht vor den Privatstränden auf den Motus zu verstecken.

Nachtrag

Am nächsten Tag bin ich noch mal geradelt. Von meinem Hotel in Matira bin ich über Vaitape nach Faanui gefahren und dann an der Kirche in Richtung Col de Faanui rechts abgebogen. Am Ende der Asphaltstraße ließ ich mein Fahrrad zurück und lief weiter. Hier führte mein GPS-Gerät mich zuverlässig über unbefestigte Pfade an mehreren Verzweigungen vorbei. Je weiter ich vorankam, desto schlechter und dreckiger wurde der Pfad und ich begann zu zweifeln, ob sich dies alles überhaupt noch lohnt. Denn Ausblicke zurück zur Faanui-Bucht gab es jedenfalls keine. Ein Anwohner ermutigte mich durchzuhalten, als ich ihn fragte, ob es oben einen »Point de vue« gebe. Und tatsächlich, direkt auf der Passhöhe gibt es ein Plateau mit freier Sicht auf die Lagune, die Pointe Fitiiu und die Motus in der Ferne. Und zur rechten Hand blickte ich nach oben zu den Monts Otemanu, Pahia und Ohue. Lohnenswert!

Mont Otemanu Pointe Baititi Mont Otemanu

Mont Otemanu

Pointe Baititi

Mont Otemanu